Arbeitsschutz in Zeiten des steigenden KI-Einsatzes – KomKI auf der Arbeitsschutz aktuell

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) steigt. Auch für den Arbeitsschutz beinhaltet dies Chancen wie auch neue Risiken. Auf der Arbeitsschutz Aktuell stellt das Projekt KomKI Aspekte der präventiven Arbeitsgestaltung beim Einsatz von KI vor. 

Viele Unternehmen nutzen bereits Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI). Die Anwendungsbereiche sind hierbei vielfältig und erstrecken sich von KI-basierten Assistenzsystemen über Robotik bis hin zur vorrausschauenden Wartung. Gerade im Handwerk ergeben sich hierbei viele Potentiale für den Arbeitsschutz. Insbesondere bei monotonen, wiederkehrenden Arbeiten, Tätigkeiten in extremen Höhen oder mit einer hohen Lärm- oder Staubbelastung kann KI hilfreich sein. So werden bereits Cobots (kollaborierende Roboter) im Modellbau und in der Schreinerei, Exoskelette im Bau-, SHK- oder Malerhandwerk oder auch Liftbots (robotischer Lastenzug) im Gerüsthandwerk eingesetzt, die durch KI lernen und sich individuell auf die Bedürfnisse des Betriebes sowie der Beschäftigten einstellen lassen. So können beispielsweise ergonomische Risikofaktoren frühzeitig erkannt, gesundheitsgefährdende Arbeiten übernommen und Arbeitsabläufe gesundheitsgerechter gestaltet werden. Nichtdestotrotz bedarf es auch der Betrachtung der möglichen Risiken beim Einsatz von KI. So können psychosoziale Gefährdungen, z. B. durch die Aussicht auf Arbeitsintensivierung oder den Arbeitsplatzabbau, zunehmen. Gerade für die Abwägung der Chancen und Risiken braucht es an Gestaltungsvorstellungen der präventiven Arbeit.

Wichtig bei der Einführung und Nutzung von KI in mittelständischen handwerklichen Betrieben sind spezifische Kompetenzen bei den Entscheidungsträgern, aber auch bei den Beschäftigten. Wie ein Aufbau dieser Kompetenzen  gestaltet werden kann, stellte das Projekt KomKI („Kompetenzen über Künstliche Intelligenz aufbauen“) im Regionalforum der Offensive Mittelstand auf der Arbeitsschutz aktuell in Stuttgart am 19.10.2022 vor und diskutierte die vorgestellten Möglichkeiten mit dem interessierten Fachpublikum.

v.l.n.r. Angelika Stockinger (FAW), Judith Schliephake (itb), Kristina Mangold (psg) vom Projekt KomKI auf der Arbeitsschutz aktuell/© Projekt KomKI

Das Projekt KomKI ist gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität für Arbeit.   

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Ansprechpartnerin und Ansprechpartner:

Judith Schliephake, Andreas Heinen 

Tel.: 0721/93103-20 , 0721/93103-19

Mail: schliephake@itb.de, heinen@itb.de

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